Unsere zurückgelegte Route seit dem letzten Blog-Eintrag:
Jasper - McBride - Dawson Creek - Fort Nelson - Muncho Lake - Liard Hot Springs - Watson Lake - Teslin - Whitehorse - Pelly Crossing - Dawson City - Chicken (Alaska) - Tok - Delta Junction - North Pole - Dalton Highway (Arctic Circle / Prudhoe Bay)
Die Weiterfahrt von Jasper bis nach Dawson Creek verlief mehr oder weniger unspektakulär. Wir haben oft auf Recreation Sites in British Columbia übernachtet. Dies sind staatliche Rastplätze, meist sehr schön an einem See gelegen und erst noch kostenlos! Anlässlich einer solchen Übernachtung bot sich uns die Möglichkeit, Büffel II auf seine Mückentauglichkeit zu prüfen. Leider hat er den Test nicht bestanden. In der Nacht schwirrten uns unzählige Mücken um den Kopf und raubten uns den Schlaf. Hatte Cyrill einige Tage zuvor noch posaunt, dass es unmännlich sei, Mückenspray zu benutzen, wäre er in dieser Nacht wohl froh gewesen, wir hätten ein wirksames Mittel gehabt um den Viechern den Garaus zu machen. Auf jeden Fall schlug und klatschte er neben mir im Bett nach den Mücken, dass es Cindy Angst und Bange wurde. Und benutzt nun übrigens Mückenspray.
In Dawson Creek angekommen, hatten wir beschlossen, einen Groomer (Hundefriseur) für Cindy zu suchen, da es sehr heiss war. Drei davon sollte es angeblich in der Stadt geben. Allerdings waren die entweder ausgebucht oder nicht mehr dort wo sie gemäss Googlemap sein sollten. Auf der Suche fiel uns auf, dass uns ein Auto gefolgt war. Wir hielten kurz an um zu wenden, als wir von Bob - unserem "Verfolger" - angesprochen wurden. In erster Linie galt seine Begeisterung unserem "impressive rig" (beeindruckendem Gefährt), weshalb er uns gefolgt war. Aber zufälligerweise kannte er auch eine Groomerin.Wir folgten ihm durch die ganze Stadt und er führte uns zu ihr. Er bat uns, nach dem Friseurtermin auf ihn zu warten. Er würde uns abholen und auf ein Bier zu sich nach Hause einladen. So kam es, dass er uns am Abend abholte und zu sich und seiner Frau nach Hause chauffierte; ein wunderschönes, grosses Haus in einem noch viel grösseren gepflegten Garten. Uns kullerten fast die Augen aus dem Kopf, mir aufgrund des schönen Blumengartens und Cyrill der vielen Autos wegen, die auf dem Grundstück standen.
Auf der Weiterfahrt haben wir unter anderem eine Nacht in Muncho Lake verbracht, auf einem RV-Park (Campingplatz für "impressive rigs"...), der von Schweizern geführt wird. Der Besitzer war offenbar Helipilot und man hätte Flüge zu guten Angelplätzen buchen können, die nur auf dem Flugweg erreichbar sind.
Im Liard Hot Springs Provincial Park haben wir übernachtet. Im Preis inbegriffen war das Bad in den Hot Springs, den heissen Quellen. Ein ca. 10 minütiger Holzsteg führt zum Naturbecken, welches mitten im üppig grünen Wald liegt. Es hat zwar den ganzen Tag geregnet, was dem Badevergnügen jedoch keinen Abbruch tat. Nur im Camper drin ist es bei regnerischem Wetter etwas ungemütlich, da man den ganzen Schmutz mit reinträgt.
In Teslin machten wir kurzen Zwischenhalt, da ein Inserat uns auf das Teslin Tlingit Heritage (Informationscenter für die Geschichte und Arbeiten der indianischen Bevölkerung) aufmerksam gemacht hatte. Leider wirkte das ziemlich ausgestorben und es gab nicht viel zu sehen. Eine anwesende Native, welche grundsätzlich Masken schnitzen würde, teilte uns mit, sie sei heute "too lazy to work" (zu müde zum Arbeiten). Dafür hatten wir selbstverständlich Verständnis, sind wir doch schon seit mehreren Monaten zu müde dafür. Wobei uns natürlich auch keiner ein Eintrittsgeld bezahlt, um uns beim Arbeiten zuzusehen.
Endlich Ankunft in Whitehorse! Darauf hatte ich mich gefreut. Nach etlichen Übernachtungen irgendwo im Nirgendwo bin ich glücklich über etwas Zivilisation, Flush-Toiletten und eine Dusche. Auf dem Campingplatz lernen wir Vreni und Ueli aus der Schweiz kennen, ein rüstiges Rentnerehepaar, beide über siebzig Jahre alt. Sie hatten uns am Abend zum Kaffee eingeladen und uns reich beschenkt mit Schweizer Schokolade, Basler Leckerli, Eintrittskarten für Diamond Tooth Gerties in Dawson City und vielen spannenden Geschichten aus ihrem aufregendem Leben.
Whitehorse ist eine gemütliche Stadt direkt am Yukon River gelegen, die zum Verweilen und Bummeln einlädt.
In Dawson City haben wir drei Nächte verbracht, auf dem Campingplatz der mitten in der Stadt liegt, so dass wir endlich mal alles zu Fuss erkunden konnten. Dawson City ist eine verrückte Stadt inmitten des Nichts. Sie wurde berühmt und gross durch die Goldfunde im Klondike River. Noch heute fühlt man sich wie im wilden Westen, wenn man durch die Strassen bummelt.
Am 5. Juli war es dann soweit: der erste Grenzübertritt in die USA, nach Alaska war hürdenlos geglückt. Wir erhielten ein Visum für sechs Monate Aufenthalt und die Einfuhr der Hunde war auch kein Problem. Nun hiess unser nächstes Ziel Prudhoe Bay am Polarmeer. Dies ist der nördlichste Punkt, der mit dem Auto gefahren werden kann. Deshalb fand Cyrill, dass wir unbedingt hin müssten. Der Weg dorthin führt über den Dalton Highway und wir benötigten dafür sechs Tage hin und zurück. Die Strasse ist mal geteert mal nicht, dafür konsequent mit Löchern durchzogen, so dass die Fahrt eine holprige Herausforderung darstellt.
Unterwegs zu sehen gibt es vor allem Natur, d.h. Bäume, Berge und am Schluss noch Tundralandschaft. Wenn man Glück hat noch ein paar Tiere. Wir sahen Karibus und zwei Moschusochsen, einer davon mit einem Jungen.
In Prudhoe Bay selber gibt es nichts zu sehen. Ein trostloser Ort am Eismeer, wo das Erdöl gewonnen und in kilometerlangen Pipelines nach Valdez gepumpt wird.
Seit gestern sind wir nun in North Pole, wo wir den Büffel II von seiner zentimeterdicken Schlammschicht befreit haben. Cyrill ist noch während ich hier schreibe, damit beschäftigt, den Schlamm aus Büffels II Ritzen zu kratzen.
Zusammenfassend kann festgehalten werden: Cyrill fand die Dalton Highway-Fahrt gemäss eigenem Wortlaut "sehr geil", Cindy hat die Reise mehr oder weniger verschlafen, Sämi findets überall gut wo es potentielle Beute zu jagen gibt und ich fand bestätigt, was ich befürchtet hatte: Ich mag die Abgeschiedenheit nicht. Ich weiss jetzt, dass man nach sechs Tagen ohne Dusche stinkt wie ein Dachs und die Haare wie Kleister am Kopf kleben.
Aber demokratisch betrachtet, hat es der Mehrheit gefallen.
Samstag, 14. Juli 2018
Mittwoch, 13. Juni 2018
Einmal quer durch Kanada
Am 7.5.2018 haben wir nun unsere Tour gestartet. Nachdem wir Büffel II geputzt, geladen und wir losgefahren waren, hiess unser erster Zwischenhalt Antigonish, etwa nur eine knappe Stunde von zu Hause entfernt. Dies ist die nächstgrössere Stadt, wo wir unsere Einkäufe, sprich Vorräte auffüllen konnten. Übernachtet haben wir in Pomquet in einem wunderschönen Park direkt am Meer, unweit von Antigonish.
Am nächsten Tag sind wir weitergefahren bis nach St. John. Hier gab es die Reversing Falls zu bestaunen. Durch den grossen den Druck des Wassserfalls des St. John River, fliesst der Fluss an einer Stelle in die entgegengesetzte Richtung. Ein eindrückliches Schauspiel.
Da die Camping-Saison noch nicht offiziell begonnen hat, sind die Campingplätze noch geschlossen, und wir gezwungen wild zu campen. Was sich hingegen positiv auf unser Budget auswirkt, jedoch negativ auf unsere Körperhygiene. Auf jeden Fall sind die Kanadier sehr offen und freundlich. Sie heissen uns jeweils herzlich willkommen in Ihren öffentlichen Parks und sind natürlich immer sehr neugierig, woher wir kommen etc. Zudem erregt auch Büffel II grosses Aufsehen, da es diese Art Trucks in Kanada nicht gibt. Vor allem Männer sind an technischen Details interessiert und Cyrill gibt gerne bereitwillig Auskunft.
Da sich die Durchquerung Kanadas von Osten nach Westen mehrheitlich etwas eintönig gestaltet, haben wir nicht grosse Zwischenstopps eingelegt, meist nur zum Übernachten. Daher zählen wir hier nur kurz die Zwischenhalte auf, damit ihr die Reiseroute verfolgen könnt, wenn ihr möchtet:
10.5.2018 Übernachtung in Dégelis, Campingplatz.
11.5.2018 Übernachtung in Drummontville, Campingplatz. Hier stellte sich nach der Buchung heraus, dass es sich um ein Nudistencamp handelt. Glücklicherweise war es noch kalt, so dass auch die Nudisten nicht auf ihre Textilien verzichten wollten.
12.5.2018 Übernachtung in Thousand Islands am St. Lorenzstrom. KOA-Campingplatz in Ivy Lea. Unsere bisher teuerste Übernachtung: CAD 98!! Offenbar gab's da so ein Weekend-Special mit Kinderanimation und Pancake-Frühstück inbegriffen. Da wir zu müde waren um weiterzusuchen, haben wir eine Nacht gebucht und beim Pancake-Frühstück zugeschlagen.
13.5.2018 haben wir mit einer friedlichen Kanutour in Thousand Islands verbracht. Wie der Name sagt, befinden sich tausende von kleinsten Inselchen im St. Lorenzstrom, die man gemütlich umpaddeln kann. Danach haben wir ein freies Campingplätzchen direkt am St. Lorenzstrom gefunden.
14.5.2018 Besichtigung des Städtchens Gananoque, von wo aus man Schiffstourten durch Thousand Islands buchen kann. Übernachtet haben wir in Clarington auf einem abgelegenen Campingplatz im Wald.
15.5.2018 Besichtigung der Niagara Fälle. Es ist überwältigend, die gewaltigen Wassermassen in die Tiefe stürzen zu sehen. Cyrill hat mich zum Abendessen auf den 236m hohen Skylon Tower eingeladen. Das Restaurant befindet sich auf einer Drehscheibe, so dass man ca. innerhalb von einer Stunde eine Umdrehung gemacht hat und eine atemberaubende Aussicht auf die Fälle geniessen konnte. Nach dem Abendessen wollten wir die Niagarafälle by Night bewundern. Dieses Erlebnis wurde allerdings etwas getrübt, da wir es mit 5000 Chinesen teilen mussten. Eine chinesische Firma für verjüngende und lebensverlängernde Produkte spendierte ihren Mitarbeitern einen Motivationsevent. Da gibt es schon so viele und nun sollen sie noch länger leben....?!
Wir zogen es dann vor, auf das Feuerwerk zu verzichten und zurück zu Cindy und Sämi zu gehen. Die hatten geduldig im Camper ausgeharrt.
Leider wurde unsere Nachtruhe durch zwei Versuche, unsere Velos zu klauen, empfindlich gestört. Wir konnten die potenziellen Diebe jedoch beide Male in die Flucht schlagen.
16.5.2018 Weiterfahrt nach St. Jacobs. Dies ist eine kleine, süsse Mennoniten-Stadt, in der noch einige Alt-Mennoniten leben. D.h. die Leute leben noch wie vor 100 Jahren (wer die Fernseh-Serie "unsere kleine Farm" oder "Die Waltons" kennt, kann es sich gut vorstellen) und benutzen noch Pferd und Wagen. Dafür gibt es eigens eine Fahrbahn auf der Strasse und Parkmöglichkeiten für die Pferde bei den Einkaufszentren. Sehr empfehlenswert ist vor allem der Farmers Market. Dort gibt es von Gemüse über Fleisch, Brot, Käse und Handwerk alles zu kaufen. Wir haben uns mit köstlichen Würsten und Käse eingedeckt. Übernachten durften wir im öffentlichen Stadtpark, der an einem schönen Fluss gelegen ist. Es war richtig gemütlich und friedlich, vor allem für mich, da es nah am Städtchen war und wir in der örtlichen Bäckerei einen Cappuccino und Süsses geniessen konnten.
17.5.2018 Weiterfahrt zum Six Mile Lake Provincial Park an der Georgian Bay. Hier haben wir übernachtet.
18.5.2018 Weiterfahrt nach Port Carling, ein schöner Ort, wiederum mit vielen Inselchen in den Seen. Touristisches Plätzchen für die Schönen und Reichen. Wir haben uns da einen Apéro auf einer herrlichen Seeterrasse gegönnt. Danach fuhren wir weiter nach Huntsville, wo wir bei der örtlichen Bootseinwasserungsstelle frei übernachten konnten
19.5.2018 Weiterfahrt nach Whitney, welches direkt vor dem Algonquin Provincial Park liegt. Dort haben wir drei Nächte verbracht. In diesem Park gibt es viele schöne Wanderrouten. Wir haben Bieber und Elche gesehen. Der grösste Teil des Parks ist nur mit dem Kanu erreichbar. Daher hat es sich angeboten, dass wir ein paar Kanutouren unternommen haben und Cyrill hat gleichzeitig geangelt - und sogar was gefangen!
Die Reiseroute vom 23.5. bis 29.5.2018 war wie folgt: Zurück nach Huntsville - Iroquois Falls - Longlac - Thunderbay - Kenora - Winnipeg. Ziemlich erreignislose Route, daher reicht die Aufzählung. Die Tage waren ausgefüllt mit Autofahren, Essen, Hundespaziergängen und Schlafen. D. h. die Tage waren genauso eintönig wie die Landschaft. Hat man in den Ostprovinzen noch viele Bäume und Seen gesehen, dominiert in den Provinzen Manitoba und Saskatchewan die Prärie.
Am 30.5.2018 haben wir in Swift Current auf einem Casino-Parkplatz übernachtet. Dort sind Camper jeweils zur kostenlosen Übernachtung willkommen. Cyrill und ich haben die Gelegenheit für einen Casinobesuch genutzt. Da ich noch nie in einem war, fand ich es recht aufregend, vor allem zur Sozialstudie. Es befanden sich fast ausschliesslich Rentnerinnen und Rentner dort, die ihre Rente verzockten. Wir haben 10 CAD eingesetzt und das Casino mit CAD 15 verlassen. Insofern waren wir für die Casinobetreiber ein Minusgeschäft.
31.5.2018 Weiterfahrt bis nach Brook, wo wir im Kinbrook Island P. P. übernachtet haben. Die Landschaft erinnert an die Nordsee, ganz flach und voller Dünen. Im Park hatte es viele Hirschen, die wir aus nächster Nähe beobachten konnten.
1.6.2018 Ankunft in Calgary, Übernachtung im Campingplatz in der Nähe der olympischen Anlagen. Hier fanden wir wieder Mal Gelegenheit, unsere Wäsche zu waschen. Am Nachmittag machten wir uns zu einem Spaziergang auf, zu den olympischen Anlagen, wo man unter anderem auch die Bobbahn sehen kann.
Sämi kann ich inzwischen nur noch selten von der Leine lassen, da er sich regelrecht zum Jäger entwickelt hat und wir uns vorwiegend in waldigem Gebiet aufhalten (es ist schwierig, sich in Kanada nicht in waldigem Gebiet aufzuhalten...). Er ist uns nun schon zweimal entwischt als er eine heisse Spur verfolgt hat. Wenn er im Jagdmodus ist, hilft weder Rufen, noch gutes Zureden noch Leckerlis. Da mir die Wiese bei den olympischen Anlagen übersichtlich und ungefährlich erschien, liess ich Sämi von der Leine. Kaum war er frei, hoppelte ein fetter Hase vorbei. Sämi in Riesentempo hinterher, dicht gefolgt von Cindy, weniger dicht gefolgt von mir und Cyrill bot das Schlusslicht und lachte sich den Buckel voll.Wahrscheinlich boten wir tatsächlich einen komischen Anblick. Mir war allerdings gar nicht zum Lachen zumute, da ich sowohl den Hasen wie auch Sämi aus den Augen verloren hatte. Gefühlte Minuten später tauchte er wieder auf und liess sich mit Hilfe von Leckerlis anleinen. Den Hasen hatte er nicht erwischt.
Am 2.6.2018 liess sich Cyrill zu einer Stadtbesichtigung mit dem öffentlichen Verkehr überreden. Beides Faktoren, die er sonst meidet. Der Fahrplan war nicht ganz so üppig wie wir es uns gewohnt sind, so dass wir 45 Minuten auf den Bus warten mussten. Obwohl dem öV hier nicht die gleich grosse Bedeutung beigemessen wird wie in der Schweiz, war ich beeindruckt von der Handycap-Rampe, die per Knopfdruck ausgefahren werden kann.
Am 3.6.2018 machten wir uns auf nach Kananaskis und Canmore. In beiden Orten wurde 1988 verschiedene Diszipline der olympischen Winterspiele ausgetragen.
4.6.2018 am Morgen Besichtigung von Canmore, welches mich ein bisschen an Gstaad erinnert hat, ein Nobelort in den Bergen. Am Nachmittag haben wir den Grotto Pond Trail gemacht, der durch einen Canyon führt, teilweise lag sogar noch Schnee.
Am 5.6.2018 fuhren wir weiter zum Banff Nationalpark. Im Tunnel Mountain Campingground haben wir drei Nächte gebucht.
6.6.2018 Besuch von Banff mit dem Fahrrad. Da der Campingplatz sich auf dem Tunnel Mountain befindet und Banff sich talwärts, war die Hinfahrt recht lässig zu bewältigen. Die Rückfahrt hingegen nicht. Für Cyrill noch weniger, da er zusätzlich den Anhänger mit Cindy und Sämi drin emporstrampeln musste. Wäre die Lastverteilung jedoch umgekehrt gewesen, hätten die Hunde und ich den Campingplatz nicht mehr erreicht.
Bei der Rückkehr stellte Cyrill fest, dass eine Batterie des Büffels II nicht mehr richtig funktionierte. Er bekam die Information, dass eine solche in Canmore beschafft werden kann. So fuhren wir am 7.6.2018 nach Canmore, wo wir die Batterie beschafften und gleichzeitig unsere Vorräte aufstockten.
8.6.2018, unsere Reise führt und zum Swan Lake P.P. In einem Magazin hatten wir von einem Geheimtipp gelesen, wonach man in einer heissen Quelle direkt in den Felsen ein Heilbad nehmen kann. Wir gingen gleich am nächsten Morgen zu der Lussier Hot Spring und genossen ein entspannendes Bad. Cyrill hielt es zwar nicht allzu lange aus, es war ihm zu heiss. So machten wir uns bald auf den Rückweg. Den entgegenkommenden Badewilligen an zu urteilen, war der Geheimtipp nicht mehr so geheim.
10.6.2018 Weiterfahrt nach Lake Louise, wo wir das Fairmont Banff Spring Hotel, ein denkmalgeschütztes Schloss, besichtigt haben und mit den Hunden um den türkisblauen See spaziert sind. Leider hat es geregnet, so dass die Sicht etwas getrübt war. Die Nacht verbrachten wir im nahe gelegenen Campingplatz, der mit einem Stromzaun umgeben war, zum Schutz vor den Bären.
11.6.2018 Weiterfahrt auf dem Icefields Parkway, auf welchem man eine tolle Sicht auf die umliegenden, schneebedeckten Berge hat. Beim Icefield Discovery Center machten wir Halt um die umliegenden Gletscher zu besichtigen. Cyrill hat an einer Glacier Skywalk-Tour teilgenommen. Diese führt auf einem Glasboden über eine Schlucht. Da ich nicht schwindelfrei bin, habe ich darauf verzichtet.
Seit dem 12.6.2018 sind wir nun im Whistler Campground nahe Jasper. Auf dem Weg hierhin haben wir drei Schwarzbären gesehen, eine Mutter mit ihren Jungen. Wir hatten die Gelegenheit, sie ein paar Minuten zu beobachten und schöne Fotos zu machen. Gestern haben wir auf dem Campingplatz zudem eine Gruppe (etwa 5 Stück) Wapitihirsche aus nächster Nähe gesehen. Einer kam direkt auf uns zu. Da sie im Moment Junge haben, können sie aggressiv werden. So war mir nicht mehr ganz wohl. Cyrill und Cindy haben den Hirsch dann allerdings erfolgreich vertrieben. Da heute ein regnerischer Tag ist, nutzen wir die Zeit um Büroarbeiten zu erledigen und den Blog zu aktualisieren. Viele hatten die Hoffnung geäussert, dass der Blog weniger statisch ausfallen möge, als bei Cyrills letzter Reise. In der Tat haben wir soviel zu tun, dass es schwierig wird, diese Erwartungen zu erfüllen ;-).
Am nächsten Tag sind wir weitergefahren bis nach St. John. Hier gab es die Reversing Falls zu bestaunen. Durch den grossen den Druck des Wassserfalls des St. John River, fliesst der Fluss an einer Stelle in die entgegengesetzte Richtung. Ein eindrückliches Schauspiel.
Da die Camping-Saison noch nicht offiziell begonnen hat, sind die Campingplätze noch geschlossen, und wir gezwungen wild zu campen. Was sich hingegen positiv auf unser Budget auswirkt, jedoch negativ auf unsere Körperhygiene. Auf jeden Fall sind die Kanadier sehr offen und freundlich. Sie heissen uns jeweils herzlich willkommen in Ihren öffentlichen Parks und sind natürlich immer sehr neugierig, woher wir kommen etc. Zudem erregt auch Büffel II grosses Aufsehen, da es diese Art Trucks in Kanada nicht gibt. Vor allem Männer sind an technischen Details interessiert und Cyrill gibt gerne bereitwillig Auskunft.
Da sich die Durchquerung Kanadas von Osten nach Westen mehrheitlich etwas eintönig gestaltet, haben wir nicht grosse Zwischenstopps eingelegt, meist nur zum Übernachten. Daher zählen wir hier nur kurz die Zwischenhalte auf, damit ihr die Reiseroute verfolgen könnt, wenn ihr möchtet:
10.5.2018 Übernachtung in Dégelis, Campingplatz.
11.5.2018 Übernachtung in Drummontville, Campingplatz. Hier stellte sich nach der Buchung heraus, dass es sich um ein Nudistencamp handelt. Glücklicherweise war es noch kalt, so dass auch die Nudisten nicht auf ihre Textilien verzichten wollten.
12.5.2018 Übernachtung in Thousand Islands am St. Lorenzstrom. KOA-Campingplatz in Ivy Lea. Unsere bisher teuerste Übernachtung: CAD 98!! Offenbar gab's da so ein Weekend-Special mit Kinderanimation und Pancake-Frühstück inbegriffen. Da wir zu müde waren um weiterzusuchen, haben wir eine Nacht gebucht und beim Pancake-Frühstück zugeschlagen.
13.5.2018 haben wir mit einer friedlichen Kanutour in Thousand Islands verbracht. Wie der Name sagt, befinden sich tausende von kleinsten Inselchen im St. Lorenzstrom, die man gemütlich umpaddeln kann. Danach haben wir ein freies Campingplätzchen direkt am St. Lorenzstrom gefunden.
14.5.2018 Besichtigung des Städtchens Gananoque, von wo aus man Schiffstourten durch Thousand Islands buchen kann. Übernachtet haben wir in Clarington auf einem abgelegenen Campingplatz im Wald.
15.5.2018 Besichtigung der Niagara Fälle. Es ist überwältigend, die gewaltigen Wassermassen in die Tiefe stürzen zu sehen. Cyrill hat mich zum Abendessen auf den 236m hohen Skylon Tower eingeladen. Das Restaurant befindet sich auf einer Drehscheibe, so dass man ca. innerhalb von einer Stunde eine Umdrehung gemacht hat und eine atemberaubende Aussicht auf die Fälle geniessen konnte. Nach dem Abendessen wollten wir die Niagarafälle by Night bewundern. Dieses Erlebnis wurde allerdings etwas getrübt, da wir es mit 5000 Chinesen teilen mussten. Eine chinesische Firma für verjüngende und lebensverlängernde Produkte spendierte ihren Mitarbeitern einen Motivationsevent. Da gibt es schon so viele und nun sollen sie noch länger leben....?!
Wir zogen es dann vor, auf das Feuerwerk zu verzichten und zurück zu Cindy und Sämi zu gehen. Die hatten geduldig im Camper ausgeharrt.
Leider wurde unsere Nachtruhe durch zwei Versuche, unsere Velos zu klauen, empfindlich gestört. Wir konnten die potenziellen Diebe jedoch beide Male in die Flucht schlagen.
16.5.2018 Weiterfahrt nach St. Jacobs. Dies ist eine kleine, süsse Mennoniten-Stadt, in der noch einige Alt-Mennoniten leben. D.h. die Leute leben noch wie vor 100 Jahren (wer die Fernseh-Serie "unsere kleine Farm" oder "Die Waltons" kennt, kann es sich gut vorstellen) und benutzen noch Pferd und Wagen. Dafür gibt es eigens eine Fahrbahn auf der Strasse und Parkmöglichkeiten für die Pferde bei den Einkaufszentren. Sehr empfehlenswert ist vor allem der Farmers Market. Dort gibt es von Gemüse über Fleisch, Brot, Käse und Handwerk alles zu kaufen. Wir haben uns mit köstlichen Würsten und Käse eingedeckt. Übernachten durften wir im öffentlichen Stadtpark, der an einem schönen Fluss gelegen ist. Es war richtig gemütlich und friedlich, vor allem für mich, da es nah am Städtchen war und wir in der örtlichen Bäckerei einen Cappuccino und Süsses geniessen konnten.
17.5.2018 Weiterfahrt zum Six Mile Lake Provincial Park an der Georgian Bay. Hier haben wir übernachtet.
18.5.2018 Weiterfahrt nach Port Carling, ein schöner Ort, wiederum mit vielen Inselchen in den Seen. Touristisches Plätzchen für die Schönen und Reichen. Wir haben uns da einen Apéro auf einer herrlichen Seeterrasse gegönnt. Danach fuhren wir weiter nach Huntsville, wo wir bei der örtlichen Bootseinwasserungsstelle frei übernachten konnten
19.5.2018 Weiterfahrt nach Whitney, welches direkt vor dem Algonquin Provincial Park liegt. Dort haben wir drei Nächte verbracht. In diesem Park gibt es viele schöne Wanderrouten. Wir haben Bieber und Elche gesehen. Der grösste Teil des Parks ist nur mit dem Kanu erreichbar. Daher hat es sich angeboten, dass wir ein paar Kanutouren unternommen haben und Cyrill hat gleichzeitig geangelt - und sogar was gefangen!
Die Reiseroute vom 23.5. bis 29.5.2018 war wie folgt: Zurück nach Huntsville - Iroquois Falls - Longlac - Thunderbay - Kenora - Winnipeg. Ziemlich erreignislose Route, daher reicht die Aufzählung. Die Tage waren ausgefüllt mit Autofahren, Essen, Hundespaziergängen und Schlafen. D. h. die Tage waren genauso eintönig wie die Landschaft. Hat man in den Ostprovinzen noch viele Bäume und Seen gesehen, dominiert in den Provinzen Manitoba und Saskatchewan die Prärie.
Am 30.5.2018 haben wir in Swift Current auf einem Casino-Parkplatz übernachtet. Dort sind Camper jeweils zur kostenlosen Übernachtung willkommen. Cyrill und ich haben die Gelegenheit für einen Casinobesuch genutzt. Da ich noch nie in einem war, fand ich es recht aufregend, vor allem zur Sozialstudie. Es befanden sich fast ausschliesslich Rentnerinnen und Rentner dort, die ihre Rente verzockten. Wir haben 10 CAD eingesetzt und das Casino mit CAD 15 verlassen. Insofern waren wir für die Casinobetreiber ein Minusgeschäft.
31.5.2018 Weiterfahrt bis nach Brook, wo wir im Kinbrook Island P. P. übernachtet haben. Die Landschaft erinnert an die Nordsee, ganz flach und voller Dünen. Im Park hatte es viele Hirschen, die wir aus nächster Nähe beobachten konnten.
1.6.2018 Ankunft in Calgary, Übernachtung im Campingplatz in der Nähe der olympischen Anlagen. Hier fanden wir wieder Mal Gelegenheit, unsere Wäsche zu waschen. Am Nachmittag machten wir uns zu einem Spaziergang auf, zu den olympischen Anlagen, wo man unter anderem auch die Bobbahn sehen kann.
Sämi kann ich inzwischen nur noch selten von der Leine lassen, da er sich regelrecht zum Jäger entwickelt hat und wir uns vorwiegend in waldigem Gebiet aufhalten (es ist schwierig, sich in Kanada nicht in waldigem Gebiet aufzuhalten...). Er ist uns nun schon zweimal entwischt als er eine heisse Spur verfolgt hat. Wenn er im Jagdmodus ist, hilft weder Rufen, noch gutes Zureden noch Leckerlis. Da mir die Wiese bei den olympischen Anlagen übersichtlich und ungefährlich erschien, liess ich Sämi von der Leine. Kaum war er frei, hoppelte ein fetter Hase vorbei. Sämi in Riesentempo hinterher, dicht gefolgt von Cindy, weniger dicht gefolgt von mir und Cyrill bot das Schlusslicht und lachte sich den Buckel voll.Wahrscheinlich boten wir tatsächlich einen komischen Anblick. Mir war allerdings gar nicht zum Lachen zumute, da ich sowohl den Hasen wie auch Sämi aus den Augen verloren hatte. Gefühlte Minuten später tauchte er wieder auf und liess sich mit Hilfe von Leckerlis anleinen. Den Hasen hatte er nicht erwischt.
Am 2.6.2018 liess sich Cyrill zu einer Stadtbesichtigung mit dem öffentlichen Verkehr überreden. Beides Faktoren, die er sonst meidet. Der Fahrplan war nicht ganz so üppig wie wir es uns gewohnt sind, so dass wir 45 Minuten auf den Bus warten mussten. Obwohl dem öV hier nicht die gleich grosse Bedeutung beigemessen wird wie in der Schweiz, war ich beeindruckt von der Handycap-Rampe, die per Knopfdruck ausgefahren werden kann.
Am 3.6.2018 machten wir uns auf nach Kananaskis und Canmore. In beiden Orten wurde 1988 verschiedene Diszipline der olympischen Winterspiele ausgetragen.
4.6.2018 am Morgen Besichtigung von Canmore, welches mich ein bisschen an Gstaad erinnert hat, ein Nobelort in den Bergen. Am Nachmittag haben wir den Grotto Pond Trail gemacht, der durch einen Canyon führt, teilweise lag sogar noch Schnee.
Am 5.6.2018 fuhren wir weiter zum Banff Nationalpark. Im Tunnel Mountain Campingground haben wir drei Nächte gebucht.
6.6.2018 Besuch von Banff mit dem Fahrrad. Da der Campingplatz sich auf dem Tunnel Mountain befindet und Banff sich talwärts, war die Hinfahrt recht lässig zu bewältigen. Die Rückfahrt hingegen nicht. Für Cyrill noch weniger, da er zusätzlich den Anhänger mit Cindy und Sämi drin emporstrampeln musste. Wäre die Lastverteilung jedoch umgekehrt gewesen, hätten die Hunde und ich den Campingplatz nicht mehr erreicht.
Bei der Rückkehr stellte Cyrill fest, dass eine Batterie des Büffels II nicht mehr richtig funktionierte. Er bekam die Information, dass eine solche in Canmore beschafft werden kann. So fuhren wir am 7.6.2018 nach Canmore, wo wir die Batterie beschafften und gleichzeitig unsere Vorräte aufstockten.
8.6.2018, unsere Reise führt und zum Swan Lake P.P. In einem Magazin hatten wir von einem Geheimtipp gelesen, wonach man in einer heissen Quelle direkt in den Felsen ein Heilbad nehmen kann. Wir gingen gleich am nächsten Morgen zu der Lussier Hot Spring und genossen ein entspannendes Bad. Cyrill hielt es zwar nicht allzu lange aus, es war ihm zu heiss. So machten wir uns bald auf den Rückweg. Den entgegenkommenden Badewilligen an zu urteilen, war der Geheimtipp nicht mehr so geheim.
10.6.2018 Weiterfahrt nach Lake Louise, wo wir das Fairmont Banff Spring Hotel, ein denkmalgeschütztes Schloss, besichtigt haben und mit den Hunden um den türkisblauen See spaziert sind. Leider hat es geregnet, so dass die Sicht etwas getrübt war. Die Nacht verbrachten wir im nahe gelegenen Campingplatz, der mit einem Stromzaun umgeben war, zum Schutz vor den Bären.
11.6.2018 Weiterfahrt auf dem Icefields Parkway, auf welchem man eine tolle Sicht auf die umliegenden, schneebedeckten Berge hat. Beim Icefield Discovery Center machten wir Halt um die umliegenden Gletscher zu besichtigen. Cyrill hat an einer Glacier Skywalk-Tour teilgenommen. Diese führt auf einem Glasboden über eine Schlucht. Da ich nicht schwindelfrei bin, habe ich darauf verzichtet.
Seit dem 12.6.2018 sind wir nun im Whistler Campground nahe Jasper. Auf dem Weg hierhin haben wir drei Schwarzbären gesehen, eine Mutter mit ihren Jungen. Wir hatten die Gelegenheit, sie ein paar Minuten zu beobachten und schöne Fotos zu machen. Gestern haben wir auf dem Campingplatz zudem eine Gruppe (etwa 5 Stück) Wapitihirsche aus nächster Nähe gesehen. Einer kam direkt auf uns zu. Da sie im Moment Junge haben, können sie aggressiv werden. So war mir nicht mehr ganz wohl. Cyrill und Cindy haben den Hirsch dann allerdings erfolgreich vertrieben. Da heute ein regnerischer Tag ist, nutzen wir die Zeit um Büroarbeiten zu erledigen und den Blog zu aktualisieren. Viele hatten die Hoffnung geäussert, dass der Blog weniger statisch ausfallen möge, als bei Cyrills letzter Reise. In der Tat haben wir soviel zu tun, dass es schwierig wird, diese Erwartungen zu erfüllen ;-).
Montag, 30. April 2018
Ankunft in Kanada
Vor zwei Wochen, am 15.4.2018, sind wir in Montreal gelandet. Der Flug mit den beiden Hunden verlief glücklicherweise reibungslos. Cindy als routinierter "Flughund" war relaxed wie immer und Sämi hat sein Flugdebüt ebenfalls mit Bravour gemeistert. Bis zum Schluss hat kein anderer Passagier bemerkt, dass sich in unserer Reisebox ein kleiner Hund befand.
Bevor wir den Flughafen verlassen konnten, mussten wir mit Cindy und Sämi zu einer Polizeikontrolle. Ein Mitarbeiter blätterte unmotiviert in den Heimtierpässen und füllte gleichzeitig ein Formular aus, was die Einfuhr kosten sollte. Damit mussten wir nun zur Kasse um die Gebühr zu begleichen. Der Kassier schüttelte ob dem ausgefüllten Formular nur den Kopf. Aber immerhin änderte sich der Betrag nicht zu unseren Ungunsten.
Petrus' Empfang in Montreal war weitaus unfreundlicher. Es blies uns ein kräftiger Wind um die Ohren, begleitet von unangenehmem Nieselregen. Die dicke Wollmütze, mit welcher ich für diese Wintersaison bereits abgeschlossen hatte, wurde für die nächsten Tage mein ständiger Begleiter.
Nachdem wir am Flughafen den Mietwagen in Empfang genommen hatten, fuhren wir auf dem schnellsten Weg ostwärts, Richtung Quebec, wo wir ein Hotelzimmer reserviert hatten.
Am nächsten Morgen ging es weiter bis nach Fredericton. Dort haben wir eine weitere Übernachtung eingelegt. Am 18.4.2018 sind wir dann in Cyrills Haus angekommen. Glücklicherweise hat es den heftigen Stürmen standgehalten und wir fanden es intakt vor, alles war in bester Ordnung.
Bereits einen Tag nach unserer Ankunft zu Hause erhielten wir die Information, dass der Steyr bereits in Halifax angekommen und abholbereit sei. So fuhren wir am 19.4.2018 nach Halifax zum Hafen, um den Steyr - den wir kreativerweise Büffel II nennen um den Blog nicht anpassen zu müssen - in Empfang zu nehmen.
Zuerst mussten wir zum Spediteur, wo wir weitere Papiere erhielten. Danach mussten wir zum Zoll fahren, welcher uns die Papiere abstempeln musste. Erst danach konnten wir Büffel II im Hafen auslösen. Alles verlief reibungslos und alle Mitarbeiter, mit denen wir zu tun hatten, waren sehr freundlich und hilfsbereit. Nun galt es noch den Mietwagen zurückzubringen, anschliessend waren wir vorerst mal frei von administrativen Belangen.
Da wir gelesen hatten, dass es für Camper gratis ist, auf den Parkplätzen der Einkaufskette "Walmart" zu übernachten, haben wir den nächsten Walmart gesucht. Nun waren wir natürlich recht früh dran, da im Hafen alles so schnell und unkompliziert ablief. Glücklicherweise war dieser Walmart in eine riesige Einkaufsmeile integriert, so dass wir uns die Zeit vertreiben konnten. Sehr viel Zeit ging schon bei Cyrills Lieblingsladen "Canadian Tyre" drauf, vergleichbar mit unserem Bauhaus. Dafür hat sich unser Equipment um eine Outdoor-Kochstelle erweitert.
Nach einer Nacht in wenig romantischer Umgebung brachen wir am nächsten Morgen Richtung Peggy's Cove auf. Hier befindet sich der bekannteste Leuchtturm Kanadas, mitten in einem Gebirge mächtiger Felsblöcken, eingebettet in ein romantisches Fischerdörfchen. Aber auch hier wehte ein übler Wind und wir hatten keine Lust allzu lange draussen zu verweilen. Anschliessend fuhren wir noch zum Denkmal des Swissair-Flugzeugabsturzes in Halifax, bevor wir uns dann wieder auf den Weg nach Hause machten.
Seit dem 20.4.2018 sind wir nun in Cyrills Haus. Cyrill arbeitet jeden Tag mehrere Stunden am Büffel II, da es leider in der Schweiz nicht für alles gereicht hat. Inzwischen ist die Beleuchtung komplett erneuert worden, sogar mit einer diskreten Aussenbeleuchtung. Eine zweite, grössere Markise haben wir ebenfalls befestigt und natürlich viele weitere technische Details....
Langsam verwandelt sich unser Camper in einen Glamper.
Wir haben geplant, noch ca. eine Woche hier in Port Hillford zu bleiben. Danach wollen wir mit unserer Tour starten und Richtung Westen aufbrechen.
Bevor wir den Flughafen verlassen konnten, mussten wir mit Cindy und Sämi zu einer Polizeikontrolle. Ein Mitarbeiter blätterte unmotiviert in den Heimtierpässen und füllte gleichzeitig ein Formular aus, was die Einfuhr kosten sollte. Damit mussten wir nun zur Kasse um die Gebühr zu begleichen. Der Kassier schüttelte ob dem ausgefüllten Formular nur den Kopf. Aber immerhin änderte sich der Betrag nicht zu unseren Ungunsten.
Petrus' Empfang in Montreal war weitaus unfreundlicher. Es blies uns ein kräftiger Wind um die Ohren, begleitet von unangenehmem Nieselregen. Die dicke Wollmütze, mit welcher ich für diese Wintersaison bereits abgeschlossen hatte, wurde für die nächsten Tage mein ständiger Begleiter.
Nachdem wir am Flughafen den Mietwagen in Empfang genommen hatten, fuhren wir auf dem schnellsten Weg ostwärts, Richtung Quebec, wo wir ein Hotelzimmer reserviert hatten.
Am nächsten Morgen ging es weiter bis nach Fredericton. Dort haben wir eine weitere Übernachtung eingelegt. Am 18.4.2018 sind wir dann in Cyrills Haus angekommen. Glücklicherweise hat es den heftigen Stürmen standgehalten und wir fanden es intakt vor, alles war in bester Ordnung.
Bereits einen Tag nach unserer Ankunft zu Hause erhielten wir die Information, dass der Steyr bereits in Halifax angekommen und abholbereit sei. So fuhren wir am 19.4.2018 nach Halifax zum Hafen, um den Steyr - den wir kreativerweise Büffel II nennen um den Blog nicht anpassen zu müssen - in Empfang zu nehmen.
Zuerst mussten wir zum Spediteur, wo wir weitere Papiere erhielten. Danach mussten wir zum Zoll fahren, welcher uns die Papiere abstempeln musste. Erst danach konnten wir Büffel II im Hafen auslösen. Alles verlief reibungslos und alle Mitarbeiter, mit denen wir zu tun hatten, waren sehr freundlich und hilfsbereit. Nun galt es noch den Mietwagen zurückzubringen, anschliessend waren wir vorerst mal frei von administrativen Belangen.
Da wir gelesen hatten, dass es für Camper gratis ist, auf den Parkplätzen der Einkaufskette "Walmart" zu übernachten, haben wir den nächsten Walmart gesucht. Nun waren wir natürlich recht früh dran, da im Hafen alles so schnell und unkompliziert ablief. Glücklicherweise war dieser Walmart in eine riesige Einkaufsmeile integriert, so dass wir uns die Zeit vertreiben konnten. Sehr viel Zeit ging schon bei Cyrills Lieblingsladen "Canadian Tyre" drauf, vergleichbar mit unserem Bauhaus. Dafür hat sich unser Equipment um eine Outdoor-Kochstelle erweitert.
Nach einer Nacht in wenig romantischer Umgebung brachen wir am nächsten Morgen Richtung Peggy's Cove auf. Hier befindet sich der bekannteste Leuchtturm Kanadas, mitten in einem Gebirge mächtiger Felsblöcken, eingebettet in ein romantisches Fischerdörfchen. Aber auch hier wehte ein übler Wind und wir hatten keine Lust allzu lange draussen zu verweilen. Anschliessend fuhren wir noch zum Denkmal des Swissair-Flugzeugabsturzes in Halifax, bevor wir uns dann wieder auf den Weg nach Hause machten.
Seit dem 20.4.2018 sind wir nun in Cyrills Haus. Cyrill arbeitet jeden Tag mehrere Stunden am Büffel II, da es leider in der Schweiz nicht für alles gereicht hat. Inzwischen ist die Beleuchtung komplett erneuert worden, sogar mit einer diskreten Aussenbeleuchtung. Eine zweite, grössere Markise haben wir ebenfalls befestigt und natürlich viele weitere technische Details....
Langsam verwandelt sich unser Camper in einen Glamper.
Wir haben geplant, noch ca. eine Woche hier in Port Hillford zu bleiben. Danach wollen wir mit unserer Tour starten und Richtung Westen aufbrechen.
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